Olympische Geschichte

Das Gewichtheben ist seit Beginn der modernen Spiele olympische Disziplin. In Athen 1896 hob man in zwei Wettbewerben einarmig und beidarmig ohne Beschränkung des Körpergewichts. Später gab es eine ganze Reihe von Variationen.

Ordnung kam in das Gewichtheben ab Antwerpen 1920 (in Stockholm 1912 fehlte die Sportart völlig), als man fünf Gewichtsklassen einführte (Feder, Leicht, Mittel, Halbschwer und Schwer) und einen Dreikampf bestritt, für den die Leistungen aus einarmigem Reißen und Stoßen sowie aus beidarmigem Stoßen addiert wurden.
In Paris 1924 trug man dann in diesen fünf Gewichtsklassen gar einen Fünfkampf aus, für den die Leistungen aus beidarmigem Drücken, Reißen und Stoßen sowie aus einarmigem Reißen und Stoßen zusammengezählt wurden.
Ab Amsterdam 1928 kämpften dann die Athleten weiterhin in fünf Gewichtsklassen im für lange Jahre üblichen olympischen Dreikampf, bestehend aus beidarmigem Drücken, Reißen und Stoßen.

Das Drücken, dessen korrekter Ablauf nur schwer beurteilt werden konnte und das auch sportmedizinisch umstritten war, wurde für Montreal 1976 gestrichen, und ab da gilt bis heute der olympische Zweikampf aus Reißen und Stoßen.
Die Gewichtsklassen wurden von fünf auf heute zehn aufgestockt: Bantamgewicht 1948, Mittelschwer 1952, zweites Schwergewicht und Superschwergewicht 1972, erstes Schwergewicht 1980.

In Sydney 2000 gehen erstmals auch die Frauen an den Start, Medaillen werden in den Klassen zwischen 48 kg und 75 kg + vergeben.